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Bevor du dich auf ein MakerSpace-Projekt einlässt, lohnt es sich zu klären, ob deine Schule günstige Voraussetzungen mitbringt. Folgende Punkte können dir dabei helfen, die Rahmenbedingungen bei euch einzuschätzen. Die Online-Umfrage zuunterst gibt dir ein Feedback, wo deine Schule steht.

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Schulleitung

Teambereitschaft

Zeitaufwand

Vernetzung

Projektbudget

Betriebsbudget

Ausstattung

Raumkapazität

Zeitfenster

Bauliche Infrastruktur

Onlineumfrage

Schlüsselfigur Schulleitung

Making in der Schule muss allen Beteiligten gut erklärt und begründet werden. Die Schulleitung ist eine Schlüsselfigur. Sie kommuniziert intern mit Team und Behörde und extern mit Eltern und dem nahen Schulumfeld. Die Schulleitung muss zwingend hinter dem Projekt stehen. Sie muss bereit sein, notwendige Anpassungen im Schulalltag (z.B. Stundenplan) und im Gebäude (z.B. räumliche Gestaltung) zu veranlassen und umzusetzen. Sie muss ein partizipatives Vorgehen ermöglichen, bei dem  Lehrpersonen sowie Schüler*innen zu Mitbeteiligten werden. Ein MakerSpace lebt vom Einbezug aller künftigen Nutzer*innen.

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«Die Schulleitung kommuniziert intern und extern.»

Bereitschaft im Team

Als Einzelperson kann Making im Klassenzimmer gelingen. Eine Making-Lernkultur im Schulhaus entsteht nur, wenn viele Lehrpersonen mitmachen. Ein begeistertes Schulhausteam ist eine gute Voraussetzung. Besonders hilfreich sind Zugpferde, die skeptische oder zögerliche Kolleg*innen motivieren und mitnehmen können.

«Eine Making-Kultur entsteht nur, wenn viele mitmachen.»

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Zeit für Schulentwicklung

Making im Schulalltag ist Schulentwicklung. Der Aufwand von Schulentwicklungsprojekten sollte nicht unterschätzt werden. Laufen bereits mehrere grössere Projekte, ist Vorsicht geboten. Die Kapazitäten für Konzeption, Weiterbildung und Transfer in den Unterricht sind in diesem Fall begrenzt. Es besteht die Gefahr, dass das Projekt trotz Interesse der Beteiligten nicht zum Laufen kommt.

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«Making ist Schulentwicklung. Das braucht Zeit.»

Vernetzte Schule

Ein Making-Projekt an der Schule lebt von seinem Umfeld. Idealerweise besteht bereits ein erweitertes Netzwerk, in dem zum Beispiel Eltern, Grosseltern oder Auszubildende aus lokalen Betrieben unterstützen können. Schnittstellen zur offenen Kinder- und Jugendarbeit oder zu Tagesschulen und familienergänzenden Betreuungseinrichtungen sind Gold wert. Vorhandene Ressourcen rund um die Schule helfen in jedem Fall, das Making-Projekt längerfristig gut zu verankern.

«Ein aktives, lokales Netzwerk ist Gold wert.»

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Projektbudget vorhanden

Geräteanschaffungen, Mobiliar sowie Material und gegebenenfalls Umbaumassnahmen: Der Aufbau eines MakerSpace ist mit Kosten verbunden. Der Budgetbedarf variiert zudem mit der Anzahl der Nutzer*innen, die gleichzeitig im Raum arbeiten (Anzahl an Maschinen und Werkzeugen). Je nach Grösse der Projektgruppe fallen zusätzlich Personalkosten für Entschädigungen oder Deputatsreduktionen während der Projektphase an.

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«Kosten für Entwicklung und Einrichtung nicht unterschätzen.»

Betriebsbudget vorhanden

Die laufenden Kosten setzen sich hauptsächlich aus Geräteabschreibungen (pro Jahr ca. 12,5%) und Verbrauchsmaterialien zusammen. Wenn Schüler*innen ihre Produkte samt Technologie (z.B. Microcontroller) mit nach Hause nehmen dürfen, erhöhen sich die Materialkosten. Hinzu kommen Personalkosten beispielsweise für Betreuung und Bewirtschaftung des Raums sowie Ressourcen für Weiterbildungsanlässe und Schulentwicklungstage.

«Abschreibungskosten, Materialkosten, Personalkosten»

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Vorhandene Ausstattung

Bei einem kleinen Projektbudget ist es vorteilhaft, wenn die Schule über einen Fundus an Geräten und Werkzeugen verfügt, die auch beim Making genutzt werden können. Das können analoge (z.B. Bohrmaschinen, Schleifmaschinen, Sägen) wie auch digitale Geräte (z.B.  PCs, Tablets, 3D-Drucker, Plotter) sein.

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«Oft schlummern an Schulen bereits Schätze, die entdeckt und genutzt werden können.»

Freie Raumkapazität

Schulisches Making funktioniert auch ohne Neubau oder Loft. In der Minimalversion muss ein Raum vorhanden sein – z.B. der Werkraum – den man zu einem MakerSpace erweitern kann. Bei einer Mehrfachnutzung des Raums müssen die Bedürfnisse der verschiedenen Lehr-/Lernsettings berücksichtigt werden. Wichtig ist eine räumliche Trennung von Geräten, die Staub produzieren (z.B. CNC Fräse) und solchen, die staubanfällig sind (z.B. 3D Drucker).

«Der Raum muss nicht gross sein. Es braucht aber einen Raum.»

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Freie Zeitfenster

Wird der MakerSpace in einem mehrfach genutzten Unterrichtsraum eingerichtet, braucht es ausreichend freie Zeitfenster für Making. Making braucht grössere Zeitfenster, damit die Schüler*innen wirklich ins Machen kommen. Eine Doppellektion ist das absolute Minimum.

«Eine Doppellektion ist das absolute Minimum für eine Making-Session.»

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Bauliche Infrastruktur

Ein Wasseranschluss/Waschbecken ist wichtig für die Arbeit mit Farben, Gips, Ton etc. und für die Reinigung von Werkzeugen, aber auch für Tests von Wasserfahrzeugen. Gute Lüftung ist nötig wegen den Emissionen der Geräte. Das Filament von 3D-Druckern beispielsweise ist geruchsintensiv. Wenn ein LaserCutter verwendet wird, braucht es eine Abluftanlage oder zumindest ein Fenster, aus dem der Abluftschlauch geleitet werden kann.

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«Strom- und Wasserversorgung sind wichtig. Eine Abluftanlage kann nötig sein.»

Onlineumfrage

Mit diesem Umfragetool könnt ihr schnell herausfinden, ob eure Schule bereit ist für ein MakerSpace-Projekt. Rote Warnhinweise deuten auf Reibungspunkte hin.